Können "Supererde"-Planeten bewohnbar sein? Eine neue Studie sagt Nein

Eine neue Studie besagt, dass Super-Erden nicht die “richtige Art” von Mond bilden können, die notwendig ist, um einen Planeten bewohnbar zu machen. Die Erforschung von Exoplaneten hat sich mit dem Tempo der technologischen Entwicklung beschleunigt. Neue Teleskope wie James Webb Space, Cheops und Plato ermöglichen einen Blick über unser Sonnensystem hinaus.

Nachdem die Wissenschaft die Möglichkeit, komplexe Lebensformen und bewohnbare Planeten im menschlichen Sonnensystem zu finden, ausgeschöpft hat, wagt sie sich nun in andere Regionen vor. Wissenschaftler haben bereits Tausende von Exoplaneten in Entfernungen von einigen hundert bis zu mehreren Milliarden Lichtjahren von unserem Sonnensystem entdeckt und identifiziert. Webb steht nur noch wenige Wochen vor dem Beginn seiner wissenschaftlichen Aufgaben in Bezug auf Exoplaneten.

Wissenschaftler der Universität Rochester haben komplexe Simulationen durchgeführt und Planeten aufeinander prallen lassen, um festzustellen, welche Art von Planet eine bestimmte Art von Mond bilden kann. Ihre Modelle zeigen, dass ein felsiger Planet, der sechsmal so groß ist wie die Erde, nicht den Mond bilden würde, der für eine Bewohnbarkeit notwendig wäre. Das Team sagt jedoch auch, dass sie sich bei der Suche nach bewohnbaren Welten auf Dinge konzentrieren, die sie nicht tun sollten.

Das Leben finden, indem man den Mond in der richtigen Größe findet

Moons by NASA.

Die Größe der Monde ist wichtig. Auf diesem Planeten steuert der Mond die Gezeiten der Ozeane und beeinflusst alle biologischen Zyklen und das Leben, wie die Menschen es kennen. Wäre der Mond kleiner, wäre nichts von alledem mehr so, wie es ist. Das Klima und die Drehachse der Erde würden destabilisiert werden.  Der Erdmond ist massiv, mehr als 1

Die Wissenschaftler haben viele Exoplaneten entdeckt, aber keine Exomonde, die einen dieser Planeten umkreisen. Der Grund dafür ist, dass Monde schwieriger zu entdecken sind und dass der Schwerpunkt auf Exoplaneten der Supererde lag.  Der Mond der Erde entstand, als eine Welt von der Größe des Mars auf die Erde stürzte, ein seltsamerweise weit verbreitetes Phänomen bei der frühen Entstehung von Sonnensystemen. Vor 4,5 Milliarden Jahren entstand durch den Aufprall eine Scheibe um die Erde, aus der sich schließlich der Mond bildete.

Das Team führte mehrere Simulationen zu verschiedenen Planetengrößen durch und untersuchte, wie sich bei verschiedenen Kollisionen Monde bilden würden. Dabei kamen sie zu einem schockierenden Ergebnis. Super-Erden bilden keine großen Monde, wenn Gesteinsplaneten sechsmal oder mehr größer als die Erde sind. Der Aufprall ist zu stark, und die Energie erzeugt vollständig verdampfte Scheiben. Die Scheibe kühlt ab und bildet flüssige Mondsplitter (Bausteine eines Mondes). Die Schwerkraft zieht sie jedoch wieder zu dem massiven Planeten hinunter. Werden dagegen kleinere Planeten getroffen, verdampft die Scheibe nur teilweise, und es können sich Mondsplitter bilden, die die richtige Größe haben. Wissenschaftler sagen, dass neue Exoplanetenstudien, einschließlich der Webb-Studie, aufhören müssen, sich auf Supererden zu konzentrieren, und anfangen müssen, kleinere Planeten zu untersuchen, wenn sie ernsthaft nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems suchen wollen.

Quelle: Natur

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